Partikel
08.06.2015

Altbrot wird zu Futtermittel

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist der österreichische Handel Vorreiter bei der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Was in Frankreich gesetzlich geregelt werden muss, ist in Österreich bereits Realität: Bei SPAR geben alle Filialen Lebensmittel an Sozialmärkte weiter. Die neueste unter vielen weiteren Maßnahmen zur Eindämmung von Lebensmittelverschwendung ist die Aufbereitung von nicht verkauftem Gebäck und Brot als Futtermittel.

Jedes verschwendete Kilogramm Lebensmittel ist eines zu viel. Daher setzt SPAR vielfältige Maßnahmen, um möglichst alle angebotenen Lebensmittel in bester Qualität bis zum Kunden zu bringen. Insgesamt kann bei SPAR nur rund ein Prozent der angebotenen Produkte nicht verkauft werden. Noch genießbare Lebensmittel werden freiwillig und ohne gesetzlichen Zwang an Sozialmärkte oder die Landwirtschaft weitergegeben – ein funktionierendes System, das keine Regulierung braucht.

Neueste Maßnahme: Altbrot für den Futtermitteleinsatz
„Einige Brotsorten werden einmalig in der Früh angeliefert – sind sie verkauft, kommt nichts nach. Ein Grundsortiment an Schwarzbrot und Gebäck wie Semmerl oder Salzstangerl bieten wir unseren Kunden jedoch garantiert bis zum Geschäftsschluss. Dieses Sortiment backen wir bedarfsgerecht direkt in den Märkten auf und können so von Haus aus den Verderb gering halten“, erklärt SPAR-Konzernsprecherin Mag. Nicole Berkmann. Durchschnittlich sieben Kilo Brot und Gebäck bleiben trotzdem bei Geschäftsschluss in den Regalen liegen. Besonders Gebäck hält an manchen Tagen nicht bis zum nächsten Abholtag der Sozialorganisationen, die 1-2 Mal pro Woche die Märkte anfahren. Für die Verwertung dieses Brots hat SPAR nun gemeinsam mit Fix-kraft in Ober- und Niederösterreich sowie Wien ein Pilotprojekt gestartet: Alt-brot wird noch in der Filiale aus der Verpackung genommen und über die be-stehende Logistik einmal pro Woche an Fixkraft geliefert. Der österreichische Futtermittelproduzent verarbeitet das Altbrot zu hochwertigem Tierfutter. Ein qualitativ ausgezeichnetes Nahrungsmittel bleibt somit im Lebensmittelkreislauf erhalten.

Quelle: http://www.spar.at

Bild: www.spar.at